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Rhythmik

Lehrkraft: Christiane Rosenberger

Was ist Rhythmik?

Von klein auf wächst ein Menschenkind in eine Welt voller Sinneseindrücke hinein:

Hören, Riechen, Berühren, Sehen - wie ein Schwamm nimmt es tausende von
Begebenheiten in sich auf und kommentiert sie durch aktive Bewegung und die Laute
seiner Stimme. Mit der Zeit bilden sich beliebte und wiederkehrende Vorlieben und Muster
heraus, in denen sich das Kind bewegt. Es findet seinen eigenen Rhythmus, jedoch
geschieht dies auf unbewusster Ebene.  Erkennbare Rhythmen bilden sich im Verlauf des
Erwachsenwerdens heraus. Wir brauchen sie, um ein geordnetes Leben führen zu können.
Am ehesten fällt dies allerdings auf, wenn unsere Gewohnheiten gestört werden, etwa der
Tagesablauf oder ein plötzlich eintretendes Ereignis, auf das wir reagieren müssen.
Dann gerät man „aus dem Rhythmus“!

Am ehesten nehmen wir den Rhythmus durch Musik wahr: die Kombination von Lautstärke
mit Geschwindigkeit im Zusammenhang mit unterschiedlicher Klangart lässt uns in Bewegung,
ja bestenfalls in Verzückung geraten. Damit dies jedoch geschehen kann, ist es erforderlich,
daß ein Musiker um die Wirkung seiner Klangerzeugung weiß, ansonsten würde er sein
Publikum langweilen.

Rhythmik ist eine Methode, die Rhythmen von Bewegung und Klang bewusst zu machen.
Sie wurde bereits vor gut 100 Jahren vom Schweizer Musikpädagogen Emil Jacques-Dalcroze
entwickelt. Er begann im Zeitalter beginnender Industrialisierung damit, die Besonderheiten
in der Musik durch Bewegungsformen in den Körper zu übersetzen. Spätere Schüler von
Dalcroze erkannten, daß auch umgekehrt Bewegungsabläufe in dazu passende Musik
übersetzt werden können. Kurz gesagt:

Bewegung ist gelebte Musik – Musik ist tönende Bewegung.

Was geschieht in der Rhythmikstunde?

Rhythmikunterricht lebt vom Gruppengeschehen. Da jeder Mensch seine individuelle
Bewegungsart hat, bereichern und motivieren sich die Teilnehmer gegenseitig.
Spielerisches Tun, Erfindungsreichtum und Improvisation, häufig in Verbindung mit
anregenden Materialien wie Bällen, Reifen, Tüchern sowie Naturmaterialien und natürlich
verschiedenen Rhythmus- und Klanginstrumenten ansprechender Art prägen den Verlauf.
Häufig entstehen vorzeigbare Gestaltungsmomente, die sogar den Weg auf die Bühne finden
können.  Die Musik ist allgegenwärtig, sie wird überwiegend von Lehrkraft und Teilnehmern
selbst ausgeführt. Der Einsatz von Tonträgern ist sparsam und wohldosiert, wenn es darum
geht, eine Komposition bewusst zu erleben. Häufig werden die abwechslungsreichen
Spielideen durch anschließendes Malen sichtbar gemacht.

Wer macht Rhythmik?

Unter der Leitung von Rhythmikpädagogin Christiane Rosenberger lernen Kinder fern
von kognitiven Leistungsdruck und tauchen ganz in das musikalische Erleben ein.
Dies geschieht unabhängig davon, ob sie bereits ein Instrument spielen oder noch nicht.
Wie bisherige Erfahrungen zeigen, wirkt sich die sinnvolle Arbeitsweise günstig auf den
Instrumentalfachunterricht aus.

Wo und wann findet Rhythmik statt?

KMS Zweigstelle Gadenstedt
bei der „Alte Stellmacherei“
Kattenhagen 1A
31246 Ilsede OT Gadenstedt

Mittwochs 17 Uhr, Dauer 60 Minuten